Windenergie-Ausbau in Dermbach: Bürger fordern mehr Mitsprache und klare Konzepte
Carolina SchleichWindenergie-Ausbau in Dermbach: Bürger fordern mehr Mitsprache und klare Konzepte
In Dermbach diskutierte Gemeindeversammlung über Windenergie-Ausbau
Am Montag veranstaltete die Gemeinde Dermbach eine öffentliche Versammlung, um über die Windenergie in der Region zu diskutieren. Rund 100 Teilnehmer waren erschienen, darunter Gemeinderäte sowie Vertreter einer lokalen Bürgerinitiative. Im Mittelpunkt standen das ausgewiesene Windvorranggebiet W 14 und der sachliche Teilplan Windenergie.
Der zweite Entwurf des Plans sieht 40 neue Windvorranggebiete vor, die insgesamt etwa 7.483 Hektar umfassen. Damit wird zwar das Flächenziel Thüringens für Windenergie bis 2027 übertroffen, das Ziel für 2032 jedoch verfehlt. Bürgermeister Thomas Hugk betonte in der Debatte, wie wichtig es sei, sowohl die Vor- als auch die Nachteile der Windenergie abzuwägen.
Während der Fragerunde äußerten viele Anwesende Bedenken. Kritikpunkte waren mögliche Gesundheitsrisiken, die Zerstörung des Landschaftsbilds sowie fehlende Lösungen zur Speicherung von Windstrom. Bürger monierten zudem, dass es keine Bedarfsanalysen für die regionale Energieversorgung gebe und die Planung durch übermäßige bürokratische Hürden erschwert werde. Die Bürgerinitiative „Keine Windräder im Wald“ aus Stadtlengsfeld unterstützte die Anwohner dabei, Einwände vorzubereiten und einzureichen.
Die Versammlung zeigte eine deutliche Skepsis in der Bevölkerung gegenüber dem Ausbau der Windenergie. Die meisten Rückmeldungen forderten eine stärkere Einbindung der Bürger in den Prozess. Der Plan wird nun unter Berücksichtigung der eingereichten Bedenken weiterverfolgt.






