Wolfsburgs Eltern wehren sich gegen Kürzung des italienisch-deutschen Schulprogramms
Gustav JacobWolfsburgs Eltern wehren sich gegen Kürzung des italienisch-deutschen Schulprogramms
Eltern und Unterstützer in Wolfsburg kämpfen um den Erhalt eines zweisprachigen Deutsch-Italienisch-Schulprogramms. Eine Online-Petition hat bereits in nur vier Tagen über 550 Unterschriften gesammelt. Der Vorstoß erfolgt nach Bekanntgabe von Plänen, den Unterricht an der Leonardo-da-Vinci-Schule zu reduzieren.
Die Leonardo-da-Vinci-Grund- und Gesamtschule bietet einen einzigartigen zweisprachigen Zweig für deutsch- und italienischsprachige Schüler an. Das Programm spiegelt die starke italienische Gemeinschaft Wolfsburgs wider, die in den 1960er-Jahren durch zugewanderte Arbeitskräfte aus Italien gewachsen ist. Aktuell ist es das einzige zweisprachige Angebot der Stadt, das jedoch unter 70 Prozent Auslastung betrieben wird.
Die Schulbehörden haben vorgeschlagen, das Programm ab dem nächsten Schuljahr auf nur noch eine Klasse zu verkleinern. Als Reaktion darauf starteten Initiatoren eine Petition, die fordert, ab der fünften Klasse zwei italienischsprachige Zweige beizubehalten. Unterstützer argumentieren, dass eine Kürzung des Programms die Bildungschancen für italienischsprachige Familien verschlechtern würde.
Das rasante Wachstum der Petition zeigt die große Unterstützung für die zweisprachigen Klassen. Bei Erfolg würde die Schule statt einer zwei italienischsprachige Züge weiterführen. Eine endgültige Entscheidung über die Zukunft des Programms steht noch aus.






