Aiwanger will Freie Wähler durch CSU-Bündnis bundesweit stärken
Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freien Wähler, hat eine engere Zusammenarbeit mit der bayerischen Christlich-Sozialen Union (CSU) gefordert. Sein Vorstoß folgt einem Appell des früheren CSU-Funktionärs Peter Gauweiler, der ein formelles Bündnis zwischen beiden Parteien angeregt hatte. Aiwanger sieht in einer stärkeren Kooperation eine Chance, den Einfluss der Freien Wähler bundesweit auszubauen.
Aiwanger räumte ein, dass die Union (CDU/CSU) die Freien Wähler bisher auf Distanz gehalten habe. Dennoch plädierte er für einen pragmatischen Ansatz, der auf der bereits bestehenden Zusammenarbeit in Bayern aufbaut. Verhandlungsdetails zu einer möglichen Partnerschaft müssten jedoch noch geklärt werden.
Der Vorsitzende der Freien Wähler betonte zugleich die Notwendigkeit, dass seine Partei eigenständig wachsen müsse. Gleichzeitig sei ein strategisches Bündnis mit der CSU ein Weg, um bundesweit mehr Wähler zu erreichen. Sein Ziel ist es, liberal-konservativen Bürgern, die nach konstruktiver Politik suchen, eine Alternative zu bieten.
Aiwanger stellte den Vorstoß auch als Reaktion auf eine von ihm diagnostizierte "zunehmende Linksverschiebung" in der Politik dar. Er warnte, dieser Trend führe zu Protestwahlen zugunsten von Randparteien und mache ein geschlossenes konservatives Angebot dringender denn je.
Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Freien Wähler ihre Position in der deutschen Politik stärken wollen. Aiwangers Plan basiert auf dem Spagat zwischen Eigenständigkeit und Kooperation – insbesondere in Bayern. Ein formelles Abkommen würde jedoch weitere Gespräche zwischen den Freien Wählern und der CSU erfordern.






