Apothekenmitarbeiter protestieren bundesweit für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Liesbeth KuhlApothekenmitarbeiter protestieren bundesweit für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Apothekenmitarbeiter in ganz Deutschland bereiten für den 23. März eine große Protestaktion vor, um höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. In Berlin, Düsseldorf, Hannover, München und Fulda werden Kundgebungen stattfinden, an denen sich voraussichtlich über 25.000 Beschäftigte beteiligen. Ob eine Apotheke an diesem Tag schließt, liegt jedoch allein in der Entscheidung der jeweiligen Geschäftsführung.
Hintergrund der Proteste sind uneingelöste Versprechen von Politikern zu Gebührenerhöhungen und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Zwar wird mit einer hohen Beteiligung gerechnet – allein in Düsseldorf werden rund 10.000 Teilnehmende erwartet, in Berlin etwa 6.000 –, doch ist die Teilnahme für Apotheken und Mitarbeiter freiwillig. Falls eine Apotheke schließt, müssen die Beschäftigten dennoch ihren Lohn erhalten, und nachträgliche Arbeitszeitforderungen sind ausgeschlossen.
Für Patienten bleibt die Versorgung während des Protests durch Notdienstapotheken sichergestellt. Arbeitgeber dürfen zwar Aufgaben verteilen, die keinen geöffneten Betrieb erfordern, können ihre Mitarbeiter aber nicht zum Demonstrationsbesuch verpflichten. Rechtlich handelt es sich nicht um einen Streik, weshalb die üblichen Arbeitsrechtsbestimmungen keine Anwendung finden.
Der Erfolg der Aktion hängt davon ab, wie viele Apotheken sich dem Protest anschließen. Die Beschäftigten fordern konkrete Schritte bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen, während die Patientenversorgung durch die Notdienste nicht beeinträchtigt wird. Die Demonstrationen markieren einen bedeutenden Vorstoß der Apothekenmitarbeiter für längst überfällige Reformen in ihrem Berufsfeld.






