18 March 2026, 10:06

Böhmermanns provokante Kunstschau im HKW: Politik trifft auf Absurdität

Leuchtendes Wandgemälde an einem Gebäude in Berlin, bestehend aus verschiedenen Farben und abstrakten Formen.

Böhmermanns provokante Kunstschau im HKW: Politik trifft auf Absurdität

Eine provokante neue Ausstellung im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW)

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Unter dem Titel "Die Möglichkeit der Irrationalität" hat im Berliner Haus der Kulturen der Welt (HKW) eine außergewöhnliche Ausstellung eröffnet, die Satire, Politik und interaktive Kunst vereint. Kuratiert von Jan Böhmermann und seiner "Royal Group" erwarten die Besucher ungewöhnliche Exponate – darunter eine halb versunkene, aufblasbare Freiheitsstatue und eine Butterbüste von Helmut Kohl.

Die Schau verwandelt das HKW in einen Ort, an dem Politik und Absurdität aufeinandertreffen. Vor dem Gebäude thront eine überdimensionale, aufblasbare Freiheitsstatue, die zur Hälfte in einem Teich versinkt – eine ironische Reflexion über den Zustand der US-Demokratie. Im Inneren gesellt sich eine lebensgroße Butterskulptur des ehemaligen Kanzlers Helmut Kohl zu weiteren provokanten Werken.

Auf dem Dach ermöglicht eine Installation aus Teleskop und Spiegel den Besuchern, Bundeskanzler Friedrich Merz bei der Arbeit zu beobachten. Zu den Exponaten zählen zudem "Trophäen, Souvenirs und Accessoires" mit Bezug zu umstrittenen Persönlichkeiten – etwa eine Haarkur der Marke Donald Trump oder Handtücher mit Kaninchenstickereien aus dem Besitz von René Benko. Böhmermann, bekannt für seine scharfe politische Satire in der "ZDF Magazin Royale", überträgt die Themen seiner Sendung nun in den physischen Raum.

Der in lässigem Stil gekleidete Kurator führt die Gäste persönlich durch die Ausstellung. Seine These: "Konstruktive Irrationalität" könne eine Antwort auf die heutigen Probleme sein – Probleme, die er auf "destruktive Rationalität" zurückführt. Um die Erfahrung zu bewahren, sind mobile Endgeräte verboten; digitale Kopien der Exponate sollen so verhindert werden.

Noch bis zum 19. Oktober verbindet die Ausstellung Humor, Gesellschaftskritik und Interaktion. Böhmermanns Werk setzt seine Tradition fort, politische Normen auf unkonventionelle Weise herauszufordern. Die Schau bleibt geöffnet – und lädt ein, ihre kühnen, oft surrealen Botschaften zu erkunden.

Quelle