Erfurt verhandelt heimlich über Millionen-Vergleich mit Ex-Mitarbeiter Montavon
Carolina SchleichErfurt verhandelt heimlich über Millionen-Vergleich mit Ex-Mitarbeiter Montavon
Die Stadt Erfurt verhandelt derzeit über eine außergerichtliche Einigung, um den langjährigen Rechtsstreit mit dem ehemaligen Mitarbeiter Guy Montavon beizulegen. Ein möglicher Vergleich liegt nun auf dem Tisch, eine Entscheidung wird bis Mai erwartet. Aufgrund einer Vertraulichkeitsvereinbarung halten sich die Verantwortlichen jedoch mit Details zurück.
Montavon war vor mehr als zwei Jahren fristlos entlassen worden, nachdem die Stadt ihm Machtmissbrauch und sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen hatte. Diese Vorwürfe wurden jedoch nie gerichtlich bewiesen, sodass der Fall bis heute ungelöst blieb.
Die Verhandlungen nahmen nach einem Schlichtungsverfahren Mitte März Fahrt auf. Beide Seiten haben dem Vernehmen nach eine Vergleichssumme im mittleren sechsstelligen Bereich erörtert, die vor allem ausstehende Gehaltszahlungen abdecken soll. Montavons zusätzliche Forderungen sollen die Stadtverantwortlichen jedoch verärgert haben.
Falls eine Einigung zustande kommt, würde Montavon seine Klage auf Wiedereinsetzung zurückziehen. Der Stadtrat muss dem Deal jedoch noch zustimmen, bevor er rechtskräftig wird. Scheitern die Verhandlungen, wird der Fall im September vor dem Erfurter Arbeitsgericht weiterverhandelt.
Die vorgeschlagene Einigung könnte das Ende des langjährigen Streits bedeuten und weitere Gerichtsverfahren vermeiden. Die endgültige Entscheidung liegt beim Stadtrat, der voraussichtlich im nächsten Monat über die Angelegenheit abstimmen wird. Bis dahin geben beide Seiten keine weiteren Auskünfte.






