Frankfurter Flughafen plant gerechtere Lärmverteilung und neue Ruhephasen
Gustav JacobFrankfurter Flughafen plant gerechtere Lärmverteilung und neue Ruhephasen
Ein neues Betriebskonzept für den Frankfurter Flughafen wurde vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr geprüft. Das Vorhaben zielt darauf ab, die Lärmbelastung gleichmäßiger zu verteilen und dabei künftige Flugbewegungen zu berücksichtigen. Zu den Änderungen gehören angepasste Abflugrouten und gezielte Ruhephasen für die umliegenden Gemeinden.
Der überarbeitete Plan konzentriert sich darauf, den Lärm gerechter auf die betroffenen Gebiete zu verteilen. Die Abflugrouten in nordwestlicher Richtung und der südliche Anflug werden nun je nach Verkehrsaufkommen abwechselnd genutzt. Die meisten Flüge werden weiterhin die Westbahn nutzen, entsprechend den bestehenden Verfahren.
Um frühmorgendliche Störungen zu verringern, wurde eine Lärmpause eingeführt – vor 6 Uhr werden keine Abflüge in nordwestlicher Richtung mehr stattfinden. Die Bewertung des Landes bestätigt, dass der neue Ansatz im Hinblick auf die Gesamtlärmbelastung mit dem aktuellen Planungsrahmen übereinstimmt.
Der Plan berücksichtigt auch das Wachstum und prognostiziert etwa 560.000 Flugbewegungen bis zum Jahr 2033. Parallel dazu wurde ein freiwilliges Lärmschutzpaket vereinbart. Dieses umfasst den Ausbau von Schallschutzmaßnahmen an Gebäuden sowie zusätzliche Fördermittel für die am stärksten betroffenen Zonen.
Einige Städte werden Veränderungen der Lärmbelastung erleben. Nauheim und Rüsselsheim können mit spürbarer Entlastung rechnen, während Flörsheim und Eddersheim möglicherweise einer höheren Belastung ausgesetzt sein werden. Wiesbaden und Mainz hingegen werden keine nennenswerten zusätzlichen Lärmbelastungen verzeichnen.
Das überarbeitete Konzept soll ruhigere Phasen schaffen und den Lärm gleichmäßiger verteilen. Strukturmaßnahmen zum Schallschutz und finanzielle Unterstützung werden helfen, die Auswirkungen in den am stärksten betroffenen Gebieten abzumildern. Die Anpassungen treten schrittweise in Kraft, während die Zahl der Flüge im kommenden Jahrzehnt weiter steigen wird.






