Frische Kulturimpulse und bewegende Geschichten prägen die neue Saison in Bochum und Dortmund
Liesbeth KuhlFrische Kulturimpulse und bewegende Geschichten prägen die neue Saison in Bochum und Dortmund
Eine neue Kultursaison bringt frische Gesichter und Projekte in der Region
In Bochum übernimmt das Junge Schauspielhaus eine neue künstlerische Leitung, während ein bulgarischer Fotograf ein beeindruckendes Buch über Vater-Sohn-Beziehungen veröffentlicht. Gleichzeitig kickt eine langjährige Hobbyfußballmannschaft weiter, und eine ehemalige Obdachlose feiert ihren Einzug in eine eigene Wohnung.
Thorsten Bihegue hat die Leitung des Jungen Schauspielhauses Bochum übernommen. Er folgt auf Cathrin Rose und hat bereits seine erste Spielzeit als künstlerischer Leiter begonnen. Nun richten sich die Erwartungen auf seine Vision für die Zukunft des Theaters.
Der bulgarische Fotograf Valery Poshtarov bringt mit "bodo" ein Bildband heraus, der Väter und ihre erwachsenen Söhne beim Händhalten zeigt. Die Fotostrecke, die am 1. Oktober erscheint, entstand während seiner Reisen durch Europa. Jedes Bild erzählt eine eigene Geschichte – von inniger Verbundenheit, aber auch von Generationenkonflikten, Männlichkeitsbildern oder kulturellen Unterschieden. Seit seine frühe Serie "Father and Son" um 2020 im GEO-Magazin veröffentlicht wurde, bleibt sein Werk eine leise, doch kraftvolle Reflexion über familiäre Bindungen.
In Castrop-Rauxel trifft sich seit über zwei Jahrzehnten eine Hobbyfußballmannschaft zum regelmäßigen Spiel. Zu den Stammgästen gehört Micky Beisenherz, bekannt durch seinen Podcast und TV-Auftritte. Die Gruppe hält die lokale Tradition am Leben und kickt weiter – ganz ohne Wettkampfdruck.
Die Veranstaltungsreihe von Thomas Koch fördert seit sechs Jahren den Dialog. Bei seinen Treffen kommen Fremde zusammen, um zuzuhören und ins Gespräch zu kommen – eine seltene Gelegenheit in einer oft gespaltenen Welt.
Mit der Ausstellung und dem Buch "DortmUnderground 1978–1998" wird eine stürmische Epoche der Dortmunder Stadtgeschichte wiederaufleben. Das Projekt verspricht einen ungeschönten Blick auf die Subkulturen jener Zeit.
Nach fast vier Jahren ohne festes Dach über dem Kopf ist Birgit nun in ihre eigene Wohnung gezogen. Zuvor lebte sie auf der Straße und in Notunterkünften – jetzt hat sie ein Zuhause.
Die kommenden Monate stehen im Zeichen neuer künstlerischer Impulse in Bochum und der Veröffentlichung von "bodo", einem Fotoband, der Vater-Sohn-Beziehungen erkundet. Lokale Traditionen – von langjährigen Fußballteams bis zu Dialogveranstaltungen – bleiben bestehen. Für Birgit bedeutet die eigene Wohnung das Ende jahrelanger Obdachlosigkeit. Und das Projekt "DortmUnderground" wird bald einen Einblick in Dortmunds wilde Vergangenheit geben – und ihre Geschichte lebendig halten.






