22 March 2026, 08:12

Hessen stärkt Ombudsstelle für Kinder bis 2027 mit bundesweitem Vorbildcharakter

Plakat mit dem Text "Brauchen die Armen die Hilfe ihrer Kinder?" und begleitenden Bildern.

Hessen stärkt Ombudsstelle für Kinder bis 2027 mit bundesweitem Vorbildcharakter

Hessen baut seine Ombudsstelle für Kinder und Jugendliche mit einem klaren Plan bis 2027 aus. Der Schritt folgt gesetzlichen Vorgaben, die 2021 eingeführt wurden und die Bundesländer verpflichten, unabhängige Beratungsangebote einzurichten. Seit 2023 bietet die Stelle in Frankfurt vertrauliche Unterstützung für Familien und junge Menschen in Konflikten mit Trägern der Jugendhilfe an.

Die Wurzeln der Ombudsstelle reichen bis ins Jahr 2012 zurück, als der Verein Ombudsstelle Kinder- und Jugendrechte Hessen e.V. gegründet wurde. Anfangs betrieb die Initiative eine Beratungsstelle in Frankfurt, erhielt 2022 erstmals staatliche Förderung und wird seit 2023 vollständig aus Landesmitteln finanziert. Der Service verbindet heute hauptamtliche Fachkräfte mit einem Netzwerk geschulter Ehrenamtlicher, um unabhängige Beratung anzubieten.

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Das hessische Sozialministerium hat eine schrittweise Erweiterung der Angebote bis 2027 vorgelegt. Dies basiert auf dem 2021 verabschiedeten Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG), das mit § 9a SGB VIII solche Ombudsstellen bundesweit vorschreibt. Das hessische Modell diente bereits als Vorbild für drei weitere Bundesländer – Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen –, die ähnliche unabhängige Beschwerdestellen einrichteten.

Um die Position der Ombudsstelle zu stärken, wird sie künftig rechtlich im überarbeiteten Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetz verankert. Damit rückt sie neben Jugendämtern und freien Trägern zu einem zentralen Baustein des Hilfesystems auf. Sozialministerin Heike Hofmann betont, dass die Stelle die Teilhabe von Familien fördern und die Qualität in der Jugendhilfe nachhaltig verbessern soll.

Die Ombudsstelle bietet niedrigschwellige Beratung an und sorgt dafür, dass Konflikte fair gelöst werden. Ihre Arbeit trägt zudem zur Weiterentwicklung von Qualitätsstandards im Bereich der Jugendhilfe bei.

Mittlerweile ist die Ombudsstelle in Hessen als voll finanzierter, rechtlich anerkannter Service etabliert. Der Ausbau wird bis 2027 fortgesetzt, um vertrauliche Unterstützung auszubauen und die Mitwirkung in der Jugendhilfe zu stärken. Das Modell fand bereits Nachahmer in anderen Bundesländern und zeigt seine wachsende Strahlkraft.

Quelle