Industrieenergie 2020: Chemiebranche bleibt größter Verbraucher in Deutschland
Gustav JacobIndustrieenergie 2020: Chemiebranche bleibt größter Verbraucher in Deutschland
Der Energieverbrauch der deutschen Industrie ging 2020 leicht zurück – um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtverbrauch lag bei 3.747 Petajoule, wobei Erdgas weiterhin die am häufigsten genutzte Energiequelle blieb.
Die chemische Industrie war mit 29 Prozent des Gesamtverbrauchs der größte Energienutzer. Über ein Drittel ihrer Energie floss in die Herstellung von Rohstoffen für chemische Erzeugnisse, während 12 Prozent der gesamten Industrieenergie als Einsatzstoff für Chemikalien, Düngemittel und Kunststoffe verwendet wurden. Ohne den Rohstoffeinsatz betrachtete, war die Metallherstellung und -verarbeitung mit einem Anteil von 24 Prozent der größte Energieverbraucher im Sektor.
Erdgas machte 31 Prozent des industriellen Energieverbrauchs aus, gefolgt von Strom mit 21 Prozent. Mineralöle, Erdölprodukte und Kohle trugen jeweils 16 Prozent bei. Die Kokserzeugung und Raffinerieindustrie verbrauchten gemeinsam 10 Prozent der Gesamtenergie.
Die Metallherstellung und -verarbeitung allein umfasste 22 Prozent des industriellen Energieverbrauchs Deutschlands im Jahr 2020.
Die Daten unterstreichen die dominierende Rolle der chemischen Industrie beim Energieverbrauch – sowohl als Brennstoff als auch als Rohstoff. Auch die Metallproduktion blieb ein großer Verbraucher, während Erdgas die wichtigste Energiequelle darstellte. Der leichte Rückgang des Gesamtverbrauchs markiert eine spürbare, wenn auch geringe Verringerung gegenüber 2019.






