Kommunalwahl Wiesbaden: AfD, Grüne und SPD dominieren – doch die Wahlbeteiligung enttäuscht
Gustav JacobKommunalwahl Wiesbaden: AfD, Grüne und SPD dominieren – doch die Wahlbeteiligung enttäuscht
Die Auszählung der Kommunalwahl in Wiesbaden ist nun in allen 247 Wahlbezirken abgeschlossen. Die Wähler nutzten das Kumulieren und Panaschieren, wodurch sie ihre Stimmen auf verschiedene Kandidaten verteilen oder einem Kandidaten mehrere Stimmen geben konnten. Noch warten über 150 Bewerber auf die endgültige Auswertung, um Sitze in den Ortsbeiräten oder im Stadtrat zu sichern.
In Biebrich führte die AfD mit 799 Stimmen (33,0 %), während die SPD mit 533 Stimmen (22,0 %) folgte. Die Wahlbeteiligung lag hier bei nur 19,8 % – eine der niedrigsten in der Stadt.
Im Südost-Viertel setzten sich die Grünen mit 528 Stimmen (30,4 %) durch. Besonders erfolgreich waren für die Partei Mechthild Behr, Christopher Nemeczek und Barbara Krekeler. Die SPD erreichte mit 346 Stimmen (19,9 %) den zweiten Platz, angeführt von Mario Zaleski, der allein 81 Stimmen erhielt. Die FDP kam auf 88 Stimmen (5,1 %).
In Bierstadt lag die SPD mit 506 Stimmen (24,7 %) vorn, knapp vor den Grünen mit 395 Stimmen (19,3 %) und der FDP mit 391 Stimmen (19,1 %). Die Wahlbeteiligung betrug hier 22,9 % – höher als in Biebrich, aber niedriger als im Südost-Viertel, wo sie bei 33,2 % lag. Kleinere Parteien wie Volt, Freie Wähler und Die Linke erhielten in allen Bezirken deutlich weniger Stimmen.
Die endgültige Stimmenverteilung wird entscheiden, welche Kandidaten Mandate in den Gremien erhalten. Durch das Kumulieren könnten sich die Platzierungen noch verschieben, bevor die offiziellen Ergebnisse feststehen. Die AfD, die Grünen und die SPD haben sich in verschiedenen Stadtteilen als stärkste Kräfte etabliert – ein Spiegel der unterschiedlichen Wählerpräferenzen in Wiesbaden.






