21 April 2026, 18:14

Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewaltverbrechen sorgen für Streit

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" und eine Flagge, mit Straßenlaternen, Bäumen, Kränen, einem Gebäude und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr Gewaltverbrechen sorgen für Streit

Die Kriminalstatistik Deutschlands für 2025 hat für Aufsehen gesorgt, nachdem der Türkische Bund in Berlin der Regierung vorwarf, die Daten verzerrt darzustellen. Die Zahlen zeigen zwar einen Rückgang der Gesamtkriminalität, gleichzeitig stieg jedoch die Zahl der Gewaltverbrechen – darunter Vergewaltigungen und Messerangriffe. Kritiker werfen der Regierung vor, die Statistik für politische Zwecke zu instrumentalisieren, statt sich mit den eigentlichen Problemen auseinanderzusetzen.

Die erfasste Kriminalität in Deutschland ging 2025 um 5,6 Prozent zurück, wobei rund 5,5 Millionen Straftaten registriert wurden. Trotz dieses Rückgangs nahmen schwere Delikte zu: Vergewaltigungen und sexualisierte Gewalt stiegen um 8,5 Prozent, Mord und Totschlag um 6,5 Prozent. Auch Messerangriffe blieben auf hohem Niveau – im Schnitt gab es etwa 80 solche Vorfälle pro Tag.

Die Statistik offenbart zudem deutliche Unterschiede in der Herkunft der Tatverdächtigen. Nichtdeutsche Staatsbürger wurden – bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil – 2,6-mal häufiger als Tatverdächtige erfasst als deutsche Staatsbürger. Bei Gewaltverbrechen lag der Wert fast viermal so hoch. Besonders häufig als Tatverdächtige registriert wurden Menschen mit türkischer, syrischer, rumänischer, ukrainischer, polnischer und afghanischer Staatsangehörigkeit.

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Der Türkische Bund in Berlin übt scharfe Kritik an der Darstellung der Daten durch die Regierung. Die Bundesvorsitzende Mehtap Çağlar warf Innenminister Alexander Dobrindt vor, die Statistik für politische Zwecke in Szene zu setzen. Der Verband argumentiert, die Zahlen spiegelten vor allem polizeiliche Schwerpunktsetzungen wider, nicht aber tatsächliche Kriminalitätstrends oder deren Ursachen. Zudem verurteilte man eine "rassistische" Deutung der Daten durch offizielle Stellen.

Der Kriminalitätsbericht 2025 zeigt ambivalente Entwicklungen: Weniger Straftaten insgesamt, aber mehr Gewaltdelikte. Die Debatte dreht sich nun darum, wie die Zahlen präsentiert und interpretiert werden. Die Behörden stehen unter Druck, klarzustellen, ob die Statistik reale Veränderungen der Kriminalität abbildet – oder ob sie auf veränderte Polizeistrategien und Meldeverhalten zurückzuführen ist.

Quelle