Maifest 2026 in Wiesbaden feiert Die Kunst des Archivs als lebendige Erinnerung
Liesbeth KuhlMaifest 2026 in Wiesbaden feiert Die Kunst des Archivs als lebendige Erinnerung
Das Internationale Maifest 2026 in Wiesbaden steht unter dem Motto Die Kunst des Archivs Diesjähriges Thema der Veranstaltung ist die Frage, wie Erinnerung die Gegenwart prägt – und die Vergangenheit nicht als starres Faktum, sondern als etwas Lebendiges begreift. Mit Geschichten, Stimmen und Begegnungen holt das Festival Geschichte in die heutigen Diskurse.
Das Programm umfasst eine gleichnamige Diskussionsreihe sowie Aufführungen und bewährte Traditionen wie das Déjeuner en Blanc. Die zentrale Reihe Die Kunst des Archivs verwandelt das Archiv vom stillen Aufbewahrungsort in einen aktiven Raum. Moderiert von PD Dr. Kai Hinrich Müller kommen Expert:innen aus verschiedenen Disziplinen zu Wort. Sie loten zentrale Fragen aus: Was wird bewahrt? Wer entscheidet darüber? Und welche Verantwortung trägt diese Auswahl?
Thematisiert werden auch die Digitalisierung, der Körper als lebendiges Gedächtnis und die Stadt als Archiv. Parallel dazu setzen Produktionen wie Tristan und Isolde das Archivkonzept ein, um Geschichte neu zu deuten.
Doch auch bewährte Formate bleiben erhalten: Das Déjeuner en Blanc kehrt zurück, feiert das Erbe des Festivals und verknüpft es mit dem diesjährigen Motto. Die Verbindung aus Innovation und Tradition zeigt, wie Erinnerung gegenwärtige Erfahrungen formt.
Das Festival versteht Archive nicht als bloße Sammlungen, sondern als prägende Kräfte von Identität und Kultur. Indem es sie dynamisch inszeniert, lädt die Veranstaltung dazu ein, Geschichte als einen fortlaufenden Prozess zu begreifen. Das Maifest 2026 verbindet Aufführungen, Debatten und Bräuche, um das Archiv neu zu denken – nicht als starres Dokument, sondern als lebendigen Organismus. So schafft es Bezüge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die über das Festival hinauswirken.






