15 April 2026, 22:10

Mirjam Kottmann wird erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Deutschlands

Ein Mann im Rollstuhl umgeben von Reportern mit Kameras, Mikrofonen und Handys sowie einem Banner, Scheinwerfern und einer Wand im Hintergrund.

Mirjam Kottmann wird erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Deutschlands

Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Sie ist die erste Nachrichtensprecherin im Rollstuhl in Deutschland. Am 12. Februar trat sie beim Bayerischen Rundfunk (BR24) ihre neue Position an, nachdem sie sich in einem offenen Bewerbungsverfahren für die Moderationsrolle durchgesetzt hatte. Ihre Berufung markiert einen bedeutenden Moment für die Repräsentation im deutschen Fernsehen.

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Kottmann begann ihre Karriere 1997 beim Bayerischen Rundfunk. Im Laufe der Jahre arbeitete sie als Reporterin für die ARD-Studios in Rom und Wien. Später wirkte sie bei der Rundschau mit und moderierte die Radiosendung Leben mit Behinderung.

Die Position als Nachrichtensprecherin bei BR24 erhielt sie nach einem erfolgreichen Vorsprechen und einer Probezeit. Nun präsentiert sie die Nachrichtensendungen um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr. Kottmann lebt mit Multipler Sklerose und nutzt einen Rollstuhl – damit wird sie zu einer sichtbaren Identifikationsfigur für Menschen mit Behinderungen.

Ihr Auftritt vor der Kamera sorgt für Aufmerksamkeit, da sie damit Barrieren im Fernsehjournalismus durchbricht. Viele sehen in ihr ein Vorbild für Menschen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Kottmanns neue Rolle bei BR24 bringt frischen Wind in die deutsche Nachrichtenlandschaft. Sie wird weiterhin die täglichen Sendungen in den wichtigsten Abendprogrammen des Senders gestalten. Ihre Karriere steht dabei nicht nur für beruflichen Erfolg, sondern auch für einen Wandel hin zu mehr Vielfalt und Inklusion in den Medien.

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