22 March 2026, 22:11

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 und schreibt Kunstgeschichte

Gemälde von Wassily Kandinsky in einem klassischen Rahmen an einer Wand.

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 und schreibt Kunstgeschichte

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj hat den Nasher-Preis 2027 gewonnen, eine der renommiertesten Auszeichnungen der Kunstwelt. Mit 39 Jahren ist er der jüngste Preisträger in der Geschichte dieser Ehre. Das mit 100.000 US-Dollar dotierte Preisgeld wird seine Arbeit mit der Hajde!-Stiftung im Kosovo finanzieren.

Halilaj wuchs während des Konflikts der 1990er-Jahre zwischen ethnischen Albanern und Serben im Kosovo auf. Als er 13 Jahre alt war, brannten serbische Truppen das Haus seiner Familie nieder – ein Ereignis, das sein künstlerisches Schaffen tief prägte. Seine Werke verbinden oft Kindheitserinnerungen mit den harten Realitäten des Krieges und schaffen so Stücke, die zugleich persönlich und universell wirken.

Die Hajde!-Stiftung, die Halilaj unterstützt, setzt sich für die Wiederbelebung der Kunstszene im Kosovo ein. Eines ihrer zentralen Projekte ist die Restaurierung des Hauses der Kultur, eines Kunstzentrums in seiner Heimatstadt Runik. Der Neubau soll 2027 eröffnet werden und Künstlern verschiedener ethnischer Herkunft als Begegnungs- und Arbeitsort dienen – ein Raum für Zusammenarbeit und kreativen Austausch.

Carlos Basualdo, Direktor des Nasher Sculpture Center, bezeichnete Halilajs Kunst als eine Kraft der Einheit. Seine Skulpturen und Installationen, so Basualdo, vermittelten Hoffnung und brächten Menschen zusammen – selbst an Orten, die von Spaltung geprägt seien.

Der mit 100.000 US-Dollar dotierte Nasher-Preis wird Halilaj an die Hajde!-Stiftung weiterleiten. Das restaurierte Haus der Kultur soll ab 2027 als kreatives Zentrum im Kosovo Künstler willkommen heißen. Sein Sieg unterstreicht zudem die wachsende Anerkennung von Künstlern aus von Konflikten betroffenen Regionen.

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