Pro Bahn fordert radikale Reformen für günstigeren Nahverkehr in Deutschland
Liesbeth KuhlPro Bahn fordert radikale Reformen für günstigeren Nahverkehr in Deutschland
Fahrgastverband Pro Bahn fordert umfassende Reformen für den öffentlichen Nahverkehr in Deutschland
Die Fahrgastorganisation Pro Bahn hat weitreichende Änderungen gefordert, um den öffentlichen Verkehr in Deutschland zu stärken. Ziel ist es, die Kosten für Fahrgäste und Betreiber zu senken und gleichzeitig das Angebot attraktiver zu gestalten. Zu den Vorschlägen gehören Tarifreformen, höhere Fördermittel sowie die Reduzierung von Infrastrukturgebühren.
Der stellvertretende Bundesvorsitzende von Pro Bahn, Michael Koch, rief die Bundesregierung auf, die geplanten Preiserhöhungen für das Deutschlandticket in den Jahren 2027 und 2028 zu streichen. Zudem schlug er vor, die derzeitige Kündigungsfrist abzuschaffen, um Nutzern mehr Flexibilität zu bieten. Weitere Ideen umfassen Bonusprogramme für Jahresabonnenten sowie die Möglichkeit, Tickets ohne langfristige Vertragsbindung zu erwerben.
Der Bundesvorsitzende der Organisation, Lukas Iffländer, setzte sich für strukturelle Entlastungen der Bahnbetreiber ein. Er forderte, die Trassenpreise an die tatsächlichen Kosten anzupassen und damit zu senken. Iffländer verlangte zudem zusätzliche Mittel für Elektrobusse und die dafür notwendige Ladeinfrastruktur.
Pro Bahn kritisierte den Spritrabatt als ungerechtfertigt, da er Autofahrer einseitig begünstige – zum Nachteil regelmäßiger Nutzer des öffentlichen Verkehrs. Die vorgeschlagenen Maßnahmen würden nach Ansicht der Organisation die finanzielle Belastung sowohl für Fahrgäste als auch für Verkehrsunternehmen verringern.
Die Reformvorschläge zielen darauf ab, den Nahverkehr günstiger und effizienter zu machen. Sollten sie umgesetzt werden, könnten sie die Betriebskosten senken und mehr Menschen dazu bewegen, Busse und Bahnen zu nutzen. Die Pläne von Pro Bahn warten nun auf eine Prüfung durch die Politik.






