01 May 2026, 04:13

"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg eskaliert mit Sachbeschädigungen und Festnahme

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem pinken Banner, auf dem 'Frauenmarsch in Berlin' steht, durch die Straße. Einige tragen Mötzen und Schutzbrillen, andere halten Fahnen. Im Hintergrund sind Bäume, Fahrzeuge und der Himmel zu sehen.

"Reclaim the Night" in Berlin-Kreuzberg eskaliert mit Sachbeschädigungen und Festnahme

Über 2.000 Menschen versammelten sich in Berlin-Kreuzberg zur jährlichen "Reclaim the Night"-Kundgebung am Vorabend des 1. Mai. Die Demonstration, bekannt für ihre klare Haltung gegen Belästigung und Diskriminierung, zog eine angespannte Menge an, als die Teilnehmenden durch die Straßen zogen. Die Polizei meldete Zwischenfälle, darunter Sachbeschädigungen und Auseinandersetzungen mit Beamten.

Die Kundgebung startete am Kottbusser Damm und bewegte sich in Richtung Köpenicker Straße. Die Organisator:innen hatten eine längere Veranstaltung geplant, doch die Demonstration endete etwa zehn Minuten früher als vorgesehen. Während des Marsches wurden Feuerwerkskörper gezündet, und Gegenstände flogen in Richtung der Polizei.

Vier Fälle von Sachbeschädigung wurden registriert, darunter an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen. Die Beamten nahmen eine Person wegen Beleidigung eines Polizisten fest. Unterdessen machten die Teilnehmenden ihre Botschaft deutlich: "Es ist an der Zeit, unsere Wut zu kanalisieren und uns gegen rassistische, queerenfeindliche und frauenverachtende Belästigung auf unseren Straßen zu wehren – sowie gegen die patriarchale Gesellschaft, die sie fördert. Wir weigern uns, uns anzupassen; stattdessen holen wir uns zurück, was uns rechtmäßig gehört."

Die Polizei hatte sich auf mögliche Ausschreitungen vorbereitet und rund 1.800 Beamte in ganz Berlin am Donnerstag sowie in der Walpurgisnacht im Einsatz. Ihre Präsenz war spürbar, als sich die Menge – auf etwa 2.600 Menschen geschätzt – durch die Kreuzberger Straßen bewegte.

Die Demonstration endete früher als geplant, nicht ohne Spuren in der Stadt zu hinterlassen. Mit Sachbeschädigungen, einer Festnahme und einem massiven Polizeiaufgebot unterstrich die Veranstaltung die anhaltenden Spannungen. Organisator:innen und Teilnehmende bekräftigten ihre Forderung nach sicheren Straßen und einem Ende der strukturellen Diskriminierung.

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