Rüsselsheim testet Hessens neues Bahnhofs-Sicherheitsprogramm mit Videoüberwachung
Gustav JacobRüsselsheim testet Hessens neues Bahnhofs-Sicherheitsprogramm mit Videoüberwachung
Rüsselsheim am Main wird Pilotstadt für Hessens neues Bahnhofs-Sicherheitsprogramm
Der Stadtrat hat Pläne für die Installation eines Videoüberwachungssystems rund um den Bahnhof genehmigt. Die Behörden versprechen sich davon eine verbesserte Sicherheit und eine höhere Aufklärungsquote von Straftaten in der Umgebung.
Mit einer Mehrheit stimmte der Rat für das Projekt, das Kameras an neuralgischen Punkten vorsieht – darunter der Bahnhofsvorplatz, die Fahrradabstellbereiche, der Zugang zum Friedensstraße-Unterführungsbereich sowie alle Zugänge zur Sophienpassage. Das System ist Teil des Programms "KOMPASSbahnhof" des hessischen Innenministeriums, das die Sicherheit an Bahnhöfen stärken soll.
Die Aufsicht über das Vorhaben obliegt dem Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) und dem Hessischen Datenschutzbeauftragten. Bei Erfolg könnte das Projekt ausgeweitet werden. Bis Anfang 2026 sollen zwölf weitere Städte und Gemeinden – darunter Darmstadt, Kassel und Offenbach – entweder dem "KOMPASSbahnhof"-Programm beitreten oder ähnliche Überwachungsinitiativen starten.
Die endgültige Entscheidung über Rüsselsheims Teilnahme fällt in der nächsten Stadtratssitzung am 27. Juni. Die Verantwortlichen betonen, dass die Kameras nicht nur abschreckend wirken, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste am Bahnhof stärken sollen.
Das Überwachungssystem wird mehrere stark frequentierte Bereiche rund um den Rüsselsheimer Bahnhof erfassen. Wird das Projekt im Juni bewilligt, dient es als Vorbild für andere hessische Kommunen. Das Innenministerium rechnet damit, dass das erweiterte Programm bis 2026 weitere Standorte abdecken wird.






