Sozialkaufhaus Luise 34 in Offenbach schließt Ende 2024 für immer
Das Sozialkaufhaus Luise 34 in Offenbach schließt Ende 2024 endgültig seine Türen. Die Schließung ist das Ergebnis jahrelanger finanzieller Belastungen, die durch Kürzungen staatlicher Förderprogramme zur Arbeitsplatzschaffung noch verschärft wurden. Der Laden, bekannt für günstige Möbel und seine Unterstützung von Arbeitslosen, konnte seinen Betrieb nicht länger aufrechterhalten.
Das Kaufhaus stützte sich auf staatlich geförderte Arbeitsgelegenheiten (AGH), um langzeitarbeitslose Menschen zu beschäftigen und zu qualifizieren. In den letzten Jahren gingen diese Stellen jedoch stark zurück, sodass das Geschäftsmodell nicht mehr tragfähig war. Durch Haushaltskürzungen des Bundes bei solchen Programmen verschärfte sich die Lage weiter – für 2025 werden noch weniger geförderte Arbeitsplätze erwartet.
Neben der Berufsausbildung bot Luise 34 günstige Haushaltswaren für einkommensschwache Kund:innen an. Zudem setzte es sich für Nachhaltigkeit ein, indem es gebrauchte Möbel wiederverwendete und so Abfall reduzierte. Trotz dieser Bemühungen reichten die Umsätze nie aus, um die Kosten zu decken – der Mietvertrag wird nicht verlängert.
Der Träger, die CariJob gemeinnützige GmbH, bedauerte die Schließung, bestätigte aber, dass es keine Alternativen mehr gebe. Man dankte der Stadt Offenbach, dem Jobcenter MainArbeit und der Helga Moser-Kleffmann-Stiftung für ihre Unterstützung. Ähnliche Projekte wie DreiB – BildungsBrückenBauen in Freudenstadt bestehen zwar weiter, doch für diese lokale Initiative kam jede Hilfe zu spät.
Mit der Schließung verliert Offenbach eine wichtige Anlaufstelle für einkommensschwache Bürger:innen und Arbeitssuchende. Ohne staatlich geförderte Beschäftigungsprogramme brach das Geschäftsmodell des Sozialkaufhauses unter dem finanziellen Druck zusammen. Die Stadt verliert damit nicht nur ein soziales Unternehmen, sondern auch einen Ort für bezahlbare und nachhaltige Waren.






