Steuerfahnder nehmen Influencer ins Visier – was jetzt auf Content-Creator zukommt
Malte KrauseSteuerfahnder nehmen Influencer ins Visier – was jetzt auf Content-Creator zukommt
Steuerbehörden in Deutschland verschärfen Kontrollen bei Influencern wegen möglicher Steuerhinterziehung
Das hessische Finanzministerium hat 75 Prüfer speziell geschult, um Fälle im Zusammenhang mit Social-Media-Persönlichkeiten zu bearbeiten. Gleichzeitig hat Nordrhein-Westfalen (NRW) eine eigene Taskforce eingerichtet, die sich mit den Finanzen von Influencern befasst.
Influencer stehen nun unter schärferer Beobachtung, da Finanzämter ihre Einnahmen als voll steuerpflichtig einstufen. Werbeeinnahmen, Sponsoring-Verträge und selbst kostenlose Produktzugaben müssen versteuert werden. Die niedrige Einstiegshürde in die Influencer-Branche erschwert es den Behörden jedoch, die Einkünfte effektiv zu erfassen.
Die hessischen Steuerbeamten haben Influencer als Priorität für Steuerprüfungen eingestuft. Um Beweise zu sammeln, fordern sie Finanzdaten direkt von Social-Media-Plattformen und Werbepartnern an. Dieser Ansatz entspricht den Bemühungen in NRW, wo ein spezialisiertes Team unter der Leitung von Stephanie Thien bereits aktiv ist.
Die NRW-Taskforce arbeitet im Rahmen weiterer Kampagnen, die sich auch gegen Krypto-Händler und Airbnb-Vermieter richten. Zwar wurde kein genauer Starttermin bekannt gegeben, doch die Initiative ist Teil einer breiter angelegten Offensive zur Sicherstellung der Steuerehrlichkeit. Bisher haben keine anderen Bundesländer ähnliche, namentlich benannte Maßnahmen eingeführt.
Die verschärften Kontrollen bedeuten, dass Influencer nun sämtliche Einnahmen offenlegen müssen – unabhängig von Branche oder Follower-Zahl. Die Steuerpflicht gilt für alle, von kleinen Content-Creatorn bis zu großen Namen. Die Behörden setzen auf Datenaustausch-Tools, um die Einhaltung der Vorschriften durchzusetzen und mögliche Schlupflöcher zu schließen.






