28 April 2026, 16:30

Südekum fordert höhere Steuern für Reiche zur Finanzierung der Steuerreform

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, der von einem schmalen schwarzen Rand eingerahmt ist und "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - Steuern für Reiche und große Unternehmen weiter senkt."

Südekum fordert höhere Steuern für Reiche zur Finanzierung der Steuerreform

Jens Südekum, der leitende Wirtschaftsberater von Finanzminister Lars Klingbeil, hat Pläne zur Finanzierung einer geplanten Einkommensteuerreform skizziert. Er argumentiert, dass höhere Steuern für Spitzenverdiener entscheidend seien, um die Kosten zu decken, ohne Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen übermäßig zu belasten. Zu seinen Vorschlägen gehören gezielte Steuererhöhungen sowie verwaltungstechnische Anpassungen, um die finanzielle Belastung abzumildern.

Südekum wies Forderungen nach breiten Sparmaßnahmen als unzureichend für die Reformfinanzierung zurück. Stattdessen betonte er die Notwendigkeit gezielter Einsparungen und Einnahmesteigerungen. Ein zentraler Vorschlag sieht vor, die Steuersätze für die höchste Einkommensteuerklasse sowie die Vermögenssteuer anzuheben – eine Maßnahme, die er als realistischen Weg bezeichnet, um die Ausfälle durch die Senkung der unteren Steuersätze auszugleichen.

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Er widersprach zudem der Behauptung, höhere Abgaben für Wohlhabende würden Einzelunternehmer und Personengesellschaften unangemessen benachteiligen. Diese Unternehmen hätten bereits jetzt die Möglichkeit, sich wie Kapitalgesellschaften besteuern zu lassen, so Südekum. Um den Prozess weiter zu vereinfachen, schlug er vor, den Übergang zur Körperschaftsbesteuerung zu straffen und so den bürokratischen Aufwand für betroffene Firmen zu verringern.

Der Ökonom warnte, dass eine Senkung der Einkommensteuer für Geringverdiener zwangsläufig zu Mindereinnahmen des Staates führen werde. Ohne zusätzliche Maßnahmen gefährde dieses Defizit die Umsetzbarkeit der Reform. Sein Fokus liege darauf, Steuerentlastungen für normale Arbeitnehmer mit nachhaltigen Finanzierungslösungen in Einklang zu bringen.

Südekums Vorschläge zielen auf gezielte Steuererhöhungen und verwaltungstechnische Reformen ab, um die Einkommensteueränderungen praktikabel zu gestalten. Nun muss die Regierung entscheiden, ob sie diese Schritte übernimmt, um sicherzustellen, dass die Reform Haushalten mit niedrigem und mittlerem Einkommen zugutekommt. Ohne solche Maßnahmen könnte die Finanzierungslücke die geplanten Anpassungen zum Scheitern bringen.

Quelle