Swissport gibt Bodenabfertigung in Frankfurt an Aviation Handling Services ab
Carolina SchleichSwissport gibt Bodenabfertigung in Frankfurt an Aviation Handling Services ab
Swissport lagert Teile seiner Bodenabfertigung am Frankfurter Flughafen an Aviation Handling Services aus
Der Dienstleister Swissport hat damit begonnen, Teile seiner Bodenabfertigungsdienste am Frankfurter Flughafen an das Unternehmen Aviation Handling Services (AHS) auszugliedern. Der Schritt erfolgt im Rahmen einer Konsolidierung der Geschäftsabläufe, nachdem das Unternehmen zu Jahresbeginn einen holprigen Start hinnehmen musste. Parallel dazu schwelt im Hintergrund weiterhin der Rechtsstreit mit dem früheren Lizenzinhaber Wisag.
Am 1. Februar 2025 hatte Swissport die Bodenabfertigung am Frankfurter Flughafen übernommen und dabei 350 Mitarbeiter beschäftigt. Anfangs gab es jedoch Schwierigkeiten, alle vertraglich vereinbarten Leistungen vollständig zu erbringen. Um die Effizienz zu steigern, kooperiert das Unternehmen nun mit AHS, einem Dienstleister mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der deutschen Luftfahrtbranche.
Gemäß der Vereinbarung übernimmt AHS künftig Teile des Passagierservices, darunter Check-in, Ticketing und Boarding. Die Zusammenarbeit ist flexibel gestaltet, sodass Swissport die Leistungen von AHS je nach aktueller Nachfrage in Anspruch nehmen kann. Konkrete Daten dazu, wie sich die Partnerschaft auf die Abfertigung der Passagiere auswirken wird, liegen zwar noch nicht vor. Beide Unternehmen streben jedoch eine Straffung der Abläufe an.
Hintergrund des Wechsels ist eine Ausschreibung im Jahr 2024, bei der Swissport die Bodenabfertigungslizenz von Wisag gewonnen hatte – das Unternehmen hielt diese seit 2018. Wisag focht die Entscheidung im August 2024 gerichtlich an; der Rechtsstreit könnte sich noch über Jahre hinziehen. Trotz des laufenden Verfahrens konzentriert sich Wisag weiterhin auf die Bewältigung der Sommerflugbetriebe.
Die Zusammenarbeit mit AHS stellt für Swissport einen strategischen Schritt dar, um die Dienstleistungen am Frankfurter Flughafen zu stärken. Die anhaltende Klage von Wisag sorgt zwar für Unsicherheit, doch der Betrieb läuft unter der neuen Regelung weiter. Wie sich die Partnerschaft langfristig auf die Effizienz auswirken wird, bleibt abzuwarten – besonders in der aktuellen Hochphase der Sommersaison.






