TrumpRx droht deutsche Arzneimittelversorgung zu gefährden – Branche schlägt Alarm
Liesbeth KuhlTrumpRx droht deutsche Arzneimittelversorgung zu gefährden – Branche schlägt Alarm
Eine neue US-Initiative zur Arzneimittelpreisgestaltung sorgt in der deutschen Pharmabranche für Besorgnis. „TrumpRx“, ins Leben gerufen vom früheren US-Präsidenten Donald Trump, zielt darauf ab, die Medikamentenkosten für Amerikaner durch die Orientierung an deutschen Preisen zu senken. Branchenvertreter warnen jedoch, dass dieser Schritt langfristig den Zugang deutscher Patienten zu innovativen Therapien einschränken könnte.
Die Plattform TrumpRx bietet Rabatte auf 40 teure Medikamente an und plant eine weitere Ausweitung. Ziel ist es, die US-Arzneimittelpreise an die in vergleichbaren Ländern – darunter Deutschland – anzugleichen. Doch nun gerät die deutsche Pharmaindustrie dadurch zunehmend unter Druck.
Deutschland kämpft bereits mit einem Innovationsrückstand: 19 als bahnbrechend eingestufte Medikamente sind in den USA verfügbar, hierzulande jedoch nicht. Der Branchenverband Pharma Deutschland befürchtet, dass TrumpRx das Problem verschärfen wird. Geschäftsführerin Dorothee Brakmann warnte, dass Unternehmen aufgrund der Preisbeschränkungen die Markteinführung neuer Medikamente in Deutschland verzögern oder sogar streichen könnten.
Brakmann wies zudem auf Risiken für die Marktzugangsstrategien hin. Falls Unternehmen ihre Preispolitik im Rahmen von TrumpRx überdenken, könnten deutsche Patienten seltener oder später Zugang zu fortschrittlichen Therapien erhalten – oder gar nicht.
Die Abhängigkeit der Initiative von deutschen Preisen als Referenzwert hat Bedenken hinsichtlich der langfristigen Verfügbarkeit von Arzneimitteln geweckt. Pharma Deutschland betont, dass ohne Anpassungen innovative Medikamente deutsche Patienten später – oder gar nicht – erreichen könnten. Die Branche fordert nun Maßnahmen, um den Zugang zu neuen Therapien zu sichern.






