25 April 2026, 12:31

Wiesbadens Theater revolutioniert die Spielzeit mit partizipativen Stadtprojekten

Offenes Buch mit dem Titel "The Theatre: A Monthly Review of the Drama, Music, and the Fine Arts" mit sichtbarem Text und einem Logo auf der Seite.

Wiesbadens Theater revolutioniert die Spielzeit mit partizipativen Stadtprojekten

Das Hessische Staatstheater Wiesbaden startet mit einer provokanten Frage in die Spielzeit 2026/2027: Wem gehört die Stadt? Das diesjährige Programm sprengt die Grenzen zwischen Bühne und Straßenraum und lädt die Bürgerinnen und Bürger auf unerwartete Weise zur Mitwirkung ein. Von Opern-Flashmobs bis zu groß angelegten öffentlichen Aufführungen verlässt das Theater seine Mauern und begegnen der Stadt auf Augenhöhe.

Den Auftakt macht Carl Orffs Carmina Burana – eine Inszenierung, die Aufmerksamkeit erregen und das Publikum in eine weitläufige Klangwelt ziehen soll. Statt sich auf den Theaterraum zu beschränken, dringen die Darsteller in den öffentlichen Raum vor und sprechen damit auch Menschen an, die sonst nie eine klassische Vorstellung besuchen würden.

Eines der ehrgeizigsten Projekte, die Sinfonie für 100 Bürger, wird die Rollen von Künstlern und Publikum neu definieren. Gewöhnliche Wiesbadener teilen sich die Bühne und verwandeln das Theater in einen Ort gemeinschaftlichen Schaffens. Gleichzeitig wird bei Metropolis Wiesbaden die Stadt selbst zur Spielstätte: Schauspieler und Musiker ziehen durch die Straßen und Plätze und verwandeln sie in temporäre Aufführungszonen.

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Die historische Spielstätte Wartburg übernimmt eine neue Rolle als sozialer Treffpunkt – ein Ort des Zusammenkommens, der Entspannung und des Theaters als Teil des Alltags. Das Schauspielprogramm widmet sich der Systemkritik und lotet Themen wie Macht, gesellschaftliche Strukturen und persönliche Verantwortung aus. Im Musiktheater steht der Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Gegenwart im Mittelpunkt und bringt alte Traditionen mit dem modernen Stadtleben in Dialog.

Künstler werden zudem mit spontanen "Opern-Flashmobs" überraschen und unangekündigt an alltäglichen Orten auftauchen. Ziel ist es, über das Stammpublik hinauszureichen und die gesamte Stadt zur Bühne zu machen.

Diese Spielzeit markiert einen Wandel für das Hessische Staatstheater Wiesbaden. Indem es die Trennlinie zwischen Darstellern und Zuschauern aufhebt, will es ein Theater schaffen, das mit der Stadt selbst in Resonanz steht. Mit einer Mischung aus öffentlichen Aufführungen, partizipativen Projekten und mutigen Produktionen erprobt das Programm neue Wege der Kunst – und stellt die Frage, wem sie wirklich gehört.

Quelle