Apotheker protestieren bundesweit am 23. März für faire Finanzierung und sichere Regelungen
Gustav JacobApotheker protestieren bundesweit am 23. März für faire Finanzierung und sichere Regelungen
Apotheker in ganz Deutschland bereiten landesweite Proteste am 23. März vor
In Berlin, Düsseldorf, Hannover und München werden Kundgebungen stattfinden, ergänzt durch regionale Aktionen in Hessen. Die Organisatoren rufen zu breiter Teilnahme auf, um ihre Forderungen nach besserer Finanzierung und klareren Regelungen Nachdruck zu verleihen.
Der Hessische Apothekerverband (HAV) hat kostenlose Busse zur Hauptkundgebung in Düsseldorf organisiert. Abfahrten sind ab Frankfurt am Main und Limburg geplant, die Rückfahrt nach Hessen ist für 14 Uhr vorgesehen. Apotheken müssen sich für den Shuttleservice vorher anmelden.
Für diejenigen, die nicht zu den vier zentralen Protestorten reisen können, findet in Fulda eine separate Demonstration von 11 bis 13 Uhr statt. Lokale Apotheker aus Osthessen koordinieren die Veranstaltung, bei der HAV-Vorsitzender Holger Seyfarth und die Vizepräsidentin der Apothekerkammer, Dr. Schamim Eckert, zu den Teilnehmenden sprechen werden. Zudem wird ein zusätzlicher Bus von Kassel nach Hannover in Erwägung gezogen, allerdings sind die Pläne noch nicht bestätigt.
Die Proteste erfolgen vor dem Hintergrund dringender Forderungen der Apothekerverbände, darunter der ABDA und der Landesapothekerkammern, nach wirtschaftlicher Unterstützung. Im Mittelpunkt stehen höhere Honorare – die festen Vergütungssätze sind seit 2013 unverändert – sowie eine vollständige Überarbeitung des Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG). Die Verbände lehnen Pläne ab, die eine vorübergehende Apothekenleitung ohne vor-Ort-Apotheker ermöglichen, und warnen vor Risiken für die Patientensicherheit. Der HAV fordert zudem sofortige Anpassungen der Vergütung und rechtlich abgesicherte Regelungen für Handelsrabatte.
Die diesjährigen Aktionen knüpfen an die großen Proteste von 2023 an, als Apotheker mit dem Slogan "Uns gibt es nicht zum Nulltarif!" auf die Unterfinanzierung aufmerksam machten. Während grundlegende Probleme wie stagnierende Erstattungen und steigende Kosten bestehen bleiben, richtet sich der Fokus nun gezielt gegen den Entwurf des ApoVWG 2026. Der HAV betont, dass eine höhere Beteiligung eine stärkere Signalwirkung an die Politik senden werde.
Am 23. März wird es zu Apotheken-Schließungen und Kundgebungen in mehreren Städten kommen. Die Organisatoren haben Reiseoptionen strukturiert, um die Teilnahme zu maximieren, während lokale Veranstaltungen eine breitere Mobilisierung ermöglichen. Die Ergebnisse könnten die künftigen Verhandlungen über Finanzierung, Regulierung und die Rolle der Apotheker im deutschen Gesundheitssystem maßgeblich beeinflussen.






