Brandenburg plant personalfreie Supermärkte rund um die Uhr für ländliche Regionen
Gustav JacobBrandenburg plant personalfreie Supermärkte rund um die Uhr für ländliche Regionen
Die brandenburgische Koalitionsregierung hat Pläne unterstützt, die den Betrieb von personalfreien, vollautomatisierten Läden im gesamten Bundesland ermöglichen sollen. Mit dem Vorstoß soll der Zugang zu Grundgütern verbessert werden – insbesondere in ländlichen Gemeinden. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Landtag.
Nach den bisherigen Regelungen dürfen Geschäfte in Brandenburg von Montag bis Samstag rund um die Uhr öffnen. Zudem ist an sechs Sonn- oder Feiertagen pro Jahr Verkauf erlaubt. Die neuen Änderungen würden es Mini-Supermärkten ermöglichen, ohne Personal durchgehend zu betreiben.
Sozialminister René Wilke (SPD) hat sich hinter den Vorschlag gestellt. Er argumentiert, dass automatisierte Läden Versorgungslücken in der Region schließen könnten und so die Bevölkerung auf dem Land besseren Zugang zu Alltagsprodukten erhält. Andere Bundesländer haben bereits ähnliche Regelungen für personalfreie Geschäfte eingeführt.
Die geplanten Anpassungen würden die bestehenden Öffnungszeiten ausweiten und es vollautomatisierten Läden erlauben, nonstop zu betreiben. Falls der Landtag zustimmt, könnten sie eine Lösung für Gebiete bieten, in denen der klassische Einzelhandel kaum überlebensfähig ist.
Der Landtag wird nun über den Entwurf beraten, bevor mögliche Änderungen in Kraft treten. Bei einer Verabschiedung würde das Gesetz den Weg für 24/7-Einkaufsmöglichkeiten in Brandenburg ebnen – ein Vorteil vor allem für Bewohner strukturschwacher ländlicher Regionen.






