27 April 2026, 00:18

"Worüber Juden sprechen": Ein Buch zeigt unbekannte Facetten jüdischen Lebens in Deutschland

Ein abgenutztes Buch mit hebräischer Schrift auf seinen Seiten, betitelt "Jüdisches Pessach-Seder", vor einem schwarzen Hintergrund.

"Worüber Juden sprechen": Ein Buch zeigt unbekannte Facetten jüdischen Lebens in Deutschland

Ein neues Buch bietet einen seltenen Einblick in den Alltag jüdischer Menschen in Deutschland. Unter dem Titel "Worüber Juden sprechen: Zehn Gespräche aus Deutschland" geht es über die übliche öffentliche Konzentration auf Holocaust-Gedenken oder Nahostkonflikte hinaus. Stattdessen fängt das Werk persönliche Geschichten und Perspektiven ein, die in breiten Debatten oft übersehen werden.

Die Journalisten Joshua Schultheis und Mascha Malburg, beide von der "Jüdischen Allgemeinen", haben das Buch zusammengestellt. Sie brachten acht jüdische Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zu zehn offenen Gesprächen zusammen. Diese Dialoge zeigen die Vielfalt jüdischer Erfahrungen im Land – weit über die wenigen Momente hinaus, in denen sie in der öffentlichen Diskussion auftauchen.

Die Gespräche wurden von Dinah Riese, Leiterin der Inlandsredaktion einer Digitalplattform, moderiert. Erschienen im Hentrich & Hentrich Verlag, vermeidet das Buch klischeehafte Zuschreibungen, indem es den Teilnehmenden Raum gibt, frei zu sprechen. Ihre Austausche behandeln Themen wie Identität, Zugehörigkeit und Alltagsherausforderungen – Aspekte, die in den Mainstream-Medien selten beleuchtet werden.

Allzu oft werden jüdische Stimmen in Deutschland nur bei Gedenkveranstaltungen oder politischen Spannungen gehört. Dieses Buch verschiebt den Fokus und zeigt eine Gemeinschaft mit reichen, facettenreichen Leben. Die Autor:innen argumentieren, dass das Zuhören dieser Gespräche entscheidend ist, um jüdische Anliegen und ihren Platz im modernen Deutschland zu verstehen.

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Die Veröffentlichung bietet jüdischen Deutschen eine Plattform, ihre Geschichten in eigenen Worten zu erzählen. Durch die Vielfalt der Perspektiven stellt sie die eingeschränkten Darstellungen jüdischen Lebens infrage, wie sie sonst üblich sind. Das Buch ist nun für Leser:innen erhältlich, die einen tieferen, authentischeren Blick auf die Gemeinschaft suchen.

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