Dresdens Walhalla-Halle wird zum lebendigen Kulturzentrum umgestaltet
Dresdens Walhalla-Halle wird zum lebendigen Kulturzentrum umgestaltet
Dresdens historische Walhalla-Halle erlebt eine grundlegende Verwandlung. Was einst als geschütztes Denkmal von 1897 galt, wird nun zu einem lebendigen kulturellen Zentrum umgestaltet. Umfassende Sanierungsarbeiten – darunter der Abriss eines Seitenflügels aus dem Jahr 1928 – sollen die ursprüngliche Fassade wiederherstellen und die Rolle des Gebäudes im kulturellen Leben der Stadt stärken.
Die ersten sichtbaren Veränderungen beginnen bereits in diesem Sommer mit dem Abriss eines Anbaus neben dem großen Festsaal. Bis 2026 wird zudem ein westlicher Anbau aus den 1930er-Jahren zurückgebaut, sodass Teile der ursprünglichen Außenfassade wieder zum Vorschein kommen. Diese historischen Elemente sollen in die Gestaltung neuer Fenster integriert werden.
Ein derzeit im Erdgeschoss ansässiges Bekleidungsgeschäft muss bis März 2026 geräumt werden. Dadurch erhalten Prüfer die Möglichkeit, die Zwischendecken und den Dachboden eingehend zu untersuchen. Die Stadt hat zudem Maßnahmen genehmigt, um Schadstoffe zu entfernen, die Bausubstanz zu verstärken und einen weiteren Anbau teilweise abzureißen.
Die weiteren Planungen werden die Kostenschätzungen präzisieren; das aktuelle Budget für die Sanierung beläuft sich auf rund 70 Millionen Euro. Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende bezeichnete den Beschluss des Stadtrats als "entscheidenden Schritt für die Wiederbelebung der Walhalla-Halle". Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für 2030 vorgesehen.
Nach Abschluss der Arbeiten soll die Halle Festivals, Lesungen, Filmvorführungen, Tanz- und Musikaufführungen sowie Jugendveranstaltungen beherbergen. Kooperationen mit lokalen und regionalen Kulturträgern sollen sicherstellen, dass das Angebot mehrere Generationen anspricht.
Die Sanierung der Walhalla-Halle wird nicht nur die historische Fassade wiederherstellen, sondern das Gebäude auch für moderne Nutzungen anpassen. Das 70-Millionen-Euro-Projekt schafft einen flexiblen Kulturort für die Stadt. Die Arbeiten sollen bis 2030 andauern; bereits jetzt laufen Abriss- und Stabilisierungsmaßnahmen.
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