Tarifstreit in Hessen: Gewerkschaften fordern 7 Prozent mehr Lohn für 58.000 Beschäftigte

Carolina Schleich
Carolina Schleich
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Ein Plakat mit zwei Personen vor einer Bergkulisse und dem Text "Was unser freier Handel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."Carolina Schleich

Lohnverhandlungen - Minister warnt vor überzogenen Forderungen - Tarifstreit in Hessen: Gewerkschaften fordern 7 Prozent mehr Lohn für 58.000 Beschäftigte

Tarifverhandlungen für 58.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst Hessens beginnen am 27. Februar in Wiesbaden

Die Gewerkschaften, darunter ver.di, die GEW und die Gewerkschaft der Polizei (GdP), fordern deutliche Lohnerhöhungen und bessere Sozialleistungen für die Beschäftigten. Die Gespräche finden vor dem Hintergrund warnender Signale zu einem angespannten Landeshaushalt und steigendem Druck auf die Belegschaften statt.

Die Gewerkschaften haben eine Forderung nach 7 Prozent mehr Lohn für die hessischen Landesbediensteten auf den Tisch gelegt – von Erzieherinnen und Erziehern bis hin zu Polizistinnen und Polizisten. Zudem sollen Auszubildende monatlich 200 Euro mehr erhalten, alle Beschäftigten einen zusätzlichen Urlaubstag pro Jahr bekommen. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Erhöhung des Weihnachtsgelds auf eine volle Monatsvergütung.

Die GdP kritisiert die Landesregierung scharf für ihren Umgang mit der Inflation und weist die Behauptung zurück, die Lebenshaltungskosten seien ausreichend berücksichtigt worden. Die Gewerkschaft verweist auf verschärfte Personalengpässe, hohe Arbeitsbelastung und einen wachsenden Exodus von Polizeikräften. Um ihre Forderungen zu unterstreichen, planen die Gewerkschaften vor Beginn der Verhandlungen am Freitag eine Kundgebung vor dem Innenministerium in Wiesbaden.

Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) bezeichnete die Forderungen als "überzogen" und betonte die Notwendigkeit einer "nachhaltigen Lösung" innerhalb des engen Haushaltsrahmens. Trotz der Spannungen sind weitere nicht öffentliche Verhandlungsrunden für den 9.–10. März sowie den 26.–27. März 2026 angesetzt.

Von den Verhandlungen betroffen sind Tausende Beschäftigte – darunter Bauarbeiter, Lehrkräfte und Polizisten. Bei einer Einigung würden die vorgeschlagenen Änderungen zu höheren Löhnen, mehr Urlaubstagen und besseren Bonuszahlungen führen. Der Ausgang hängt davon ab, inwieweit die Forderungen der Gewerkschaften mit den finanziellen Spielräumen des Landes in Einklang gebracht werden können.

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