Marburgs digitales Tool revolutioniert Behördenservice für Bürger:innen

Gustav Jacob
Gustav Jacob
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Eine schwarze und weiße Stadtkarte mit einer roten Linie, die eine vorgeschlagene Stelle markiert, mit detailliertem Text und Zahlen.Gustav Jacob

Marburgs digitales Tool revolutioniert Behördenservice für Bürger:innen

Die Stadt Marburg hat ein digitales Werkzeug entwickelt, um öffentliche Dienstleistungen zu verbessern, indem es nachverfolgt, wie Bürgerinnen und Bürger Online-Plattformen nutzen. Das System mit dem Namen eGovSAD hilft Kommunalbehörden, Problemstellen zu erkennen – etwa wenn Nutzer einen Antragsprozess abbrechen – und die Angebote entsprechend anzupassen. Mittlerweile setzen über 100 Städte und Landkreise das Tool ein, einige nutzen zudem eine erweiterte Version namens GoDonu, um Erkenntnisse und bewährte Verfahren auszutauschen.

Ursprünglich hatte Marburg eGovSAD entwickelt, um das Nutzerverhalten auf den eigenen Digitaldienstleistungen zu analysieren, zu denen etwa die Beantragung von Geburtsurkunden, die Terminbuchung oder die Antragstellung für Fördermittel gehören. Das Werkzeug zeigt häufige Abbruchstellen auf, sodass Behörden Formulare oder Abläufe vereinfachen können. Bürgerinnen und Bürger haben zudem die Möglichkeit, über einen Button auf der Website direkt Feedback zu geben und auf unklare oder umständliche Schritte hinzuweisen.

Das Projekt weitete sich aus, als Marburg mit Partnerkommunen zusammenarbeitete, um GoDonu zu entwickeln. Diese Version ermöglicht es Städten, Daten zu vergleichen und voneinander zu lernen. Wenn etwa eine Kommune ein Förderantragsverfahren optimiert, können andere diesen Ansatz übernehmen. Beide Systeme erfassen keine personenbezogenen Daten, sodass der Datenschutz gewahrt bleibt.

Bisher wird eGovSAD in Hessen von sechs Städten – Fulda, Limburg, Gießen, Marburg, Offenbach und Wetzlar – sowie neun kleineren Kommunen genutzt. Das Hessische Ministerium hat beide Projekte mit rund 1,8 Millionen Euro gefördert und übernimmt die Betriebskosten bis 2029. Künftig könnten zentrale Daten auf öffentlichen Dashboards wie unter www.ourwebsite/egovsadhessen angezeigt werden, um die Ergebnisse für die Bevölkerung zugänglich zu machen.

Die Tools kommen bereits in über 100 Kommunalverwaltungen zum Einsatz, wobei mehr als zehn Städte aktiv Daten über GoDonu teilen. Durch die Identifizierung von Problemstellen und die Übernahme erprobter Lösungen können Kommunen ihre digitalen Dienstleistungen effizienter optimieren. Die Förderung durch die hessische Landesregierung sichert die Weiterentwicklung der Projekte mindestens bis Ende 2029.

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