Sechs Jahre nach dem rassistischen Anschlag in Hanau: Frankfurt gedenkt der Opfer
Demonstration in Frankfurt für die Opfer von Hanau - Sechs Jahre nach dem rassistischen Anschlag in Hanau: Frankfurt gedenkt der Opfer
Sechs Jahre sind vergangen, seit der rassistische Anschlag in Hanau, bei dem neun Menschen getötet wurden. Am 19. Februar 2020 ermordete ein 43-jähriger Deutscher gezielt Menschen mit Migrationshintergrund, bevor er seine Mutter tötete und sich selbst das Leben nahm. Diese Woche versammelten sich in Frankfurt über 1.000 Menschen, um der Opfer zu gedenken.
Der Anschlag ereignete sich am Abend des 19. Februar 2020, als Tobias R. in zwei Shisha-Bars und einer Wohnung in Hanau das Feuer eröffnete. Seine Opfer – darunter Ibrahim Akkuş kurdischer Herkunft und Hamza Kurtović, vermutlich ein bosnischer Muslim – wurden wegen ihrer nichtdeutschen Wurzeln ausgewählt. Nach den Schüssen kehrte der Täter in sein Zuhause zurück, ermordete seine Mutter und beging Suizid.
In Frankfurt zogen Demonstranten unter dem Motto Antirassistischer Kampftag durch die Straßen. Viele trugen Plakate mit der Aufschrift Sagt ihre Namen und forderten, die Opfer nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Die Polizei bestätigte, dass die Veranstaltung friedlich verlief.
Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) sprach bei einer separaten Gedenkveranstaltung in der Stadt. Er bezeichnete den 19. Februar 2020 als den schrecklichsten Tag, den diese Stadt in Friedenszeiten erlebt hat. Kaminsky betonte zudem die Notwendigkeit einer klaren Haltung gegen die Feinde der Demokratie und warnte, Rassismus und Extremismus müsßen ohne Kompromisse bekämpft werden.
Die Gedenkveranstaltungen in Frankfurt und Hanau markierten den sechsten Jahrestag des Anschlags. Überlebende, Angehörige und Aktivist:innen fordern weiterhin Gerechtigkeit und nachhaltigen Wandel. Behörden und Gemeinschaften haben ihre Entschlossenheit bekräftigt, den Kampf gegen Rassismus in den kommenden Jahren fortzuführen.
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