Junge Frauen in Berlin machen die Stadt sicherer – mit konkreten Lösungen statt leeren Worten
Junge Frauen in Berlin machen die Stadt sicherer – mit konkreten Lösungen statt leeren Worten
Ein Stadtrundgang unter Leitung junger Frauen in Berlin bringt echten Wandel in der kommunalen Sicherheitspolitik
Die Initiative Meine Stadt, meine Gefühle hat dunkle und unsichere Ecken im Stadtgebiet identifiziert – und damit sofortiges Handeln der Behörden ausgelöst. Bereits wurden neue Beleuchtungen installiert, weitere Verbesserungen sind in Planung.
Das Projekt zeigt, wie gelebte Erfahrungen die Stadtplanung prägen können: Aus Sorgen werden greifbare Lösungen.
Der Rundgang fand Anfang 2025 statt und wurde von jungen Frauen des Jugendpavillons Krautgärten und des Bürgerzentrums Reduit organisiert. Sie führten Stadtvertreter:innen, Polizist:innen und Stadträt:innen durch Kastel und Kostheim und wiesen auf Orte hin, an denen schlechte Beleuchtung oder ungünstige Gestaltung ein Unsicherheitsgefühl auslösten. Statt vager Ängste legte die Gruppe eine konkrete Liste mit Handlungsbedarf vor.
Eines der ersten Ergebnisse: Die Wegstrecke zwischen dem Hallenbad und der Sporthalle in Kostheim ist nun besser ausgeleuchtet. Der Bereich wirkt strukturierter und sicherer. An fünf weiteren Standorten sind Verbesserungen geplant, darunter bessere Beleuchtung, neue Rampen und Schutzgeländer.
"Die Perspektive junger Frauen ist unverzichtbar", betont Dr. Patricia Becher, Leiterin des Sozialdezernats. Ihr Input sorge dafür, dass Planung nicht an Annahmen, sondern an realen Bedürfnissen orientiert sei. Gemeinsam mit dem kommunalen Dienstleister mattiaqua setzte ihr Dezernat die Erkenntnisse des Rundgangs direkt um.
Der Kostheimer Stadtrundgang gilt inzwischen als Vorbild für geschlechtersensible Stadtentwicklung. Er beweist: Wer junge Menschen in Entscheidungsprozesse einbindet, erreicht schnellere und wirksamere Veränderungen. Weitere im Rahmen der Tour identifizierte Orte werden derzeit von den Fachämtern auf mögliche Anpassungen geprüft.
Meine Stadt, meine Gefühle hat Kostheim bereits sicherer gemacht – und weitere Aufwertungen stehen an. Indem die Stadt auf die Erfahrungen junger Frauen hört, verwandelt sie Sorgen in konkrete Maßnahmen. Für die Verantwortlichen ist der Rundgang mittlerweile ein Leitfaden, wie partizipative Ansätze im kleinen Rahmen große Wirkung in urbanen Räumen entfalten können.
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